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Viminacium

Unweit der Stadt Kostolac lag zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert  eine der wichtigsten römischen Städte in dieser Region und deren Militärlager: Viminacium.  

Mit seiner strategisch wichtigen Lage an der Mündung der Mlava in die Donau war Viminacium eine Stadt, von der aus sich das ruhmreiche römische Militär zu zahlreichen Schlachten auf den Weg begab. Zur Zeit der Herrschaft von Hadrian im 2. Jahrhundert genoss Viminacium den Status eines Munizipiums, also einer Stadt mit einem hohen Grad an Autonomie. Im 3. Jahrhundert wurde ihr der höchste Status im Reich verliehen: der einer Kolonie.
Mit diesem Status ging auch der Anspruch auf das Prägen eigener Geldmünzen einher, so dass die zahlreichen an diesem Standort gefundenen Münzen keine große Verwunderung hervorrufen. In Viminacium wurden die Überreste von über 14.000 Grabmälern mit darin enthaltenen Fresken, die für die spätantike Kunst typisch sind freigelegt. Die Überreste des Amphitheaters, der prachtvollen Gebäude und römischen Thermen vermitteln gemeinsam mit den Überresten der Aquädukte und Abwasserkanäle den Flair der einst reichen antiken Stadt.
In Viminacium wurden auch zahlreiche Glasgegenstände von hoher Verarbeitungsfeinheit gefunden. Die Pokale, Gläser, Flaschen und Krüge, aus denen die alten Römer tranken, wurden durch Gießen oder Einblasen in Formen hergestellt. Die Keramikgefässe, Gegenstände aus Terakota und Ziegeln sowie wasserdichte Bodenfliesen bestätigen den damaligen Gebrauchswert dieses Stoffes sowie die hohe Kunst der damaligen Handwerker. Der auf der Fundstätte gefundene Schmuck hatte neben der dekorativen auch eine magische Funktion: man glaubte nämlich, er würde vor bösen Kräften schützen. Das Geschirr, den Schmuck und andere Artefakte aus Viminacium kann man im Nationalmuseum in Požarevac besichtigen.

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